DPP-Software
für den digitalen Produktpass
Der digitale Produktpass kommt für immer mehr Produktgruppen, Batterien machen ab 18. Februar 2027 den Anfang. DPP Hero ist das Self-Service-Tool dafür.
Wann kommt der DPP für wen?
EU-Batterieverordnung und ESPR: Stand August 2026
- 1
EU-DPP-Register
Register läuft seit 20. Juli 2026, Batterie-Anmeldung folgt: Produktdaten jetzt vorbereiten
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Batterien
Pflicht ab 18.02.2027: EV, Industrie > 2 kWh, LMT
- bald
Textilien
In Vorbereitung: Termine per delegierte Rechtsakte
- bald
Stahl und Eisen
In Vorbereitung: priorisierte ESPR-Produktgruppe
- bald
Elektronik und Möbel
Schrittweise Ausweitung über die ESPR
Was ist ein digitaler Produktpass?
Ein digitaler Produktpass bündelt strukturierte, maschinenlesbare Daten zu Material, CO₂-Fußabdruck, Kreislauffähigkeit und Konformitätsdokumenten, zugänglich per QR-Code. Die Abgrenzung zum Batteriepass: Batteriepass vs. Digitaler Produktpass.
Rahmen
ESPR 2024/1781
Ökodesign-Verordnung, in Kraft seit Juli 2024
Vorreiter
Der Batteriepass
Erste verpflichtende DPP-Produktgruppe mit eigener Verordnung
Prinzip
QR → Produktseite
Öffentliche Daten für alle, Detaildaten rollenbasiert
Ziel
Kreislaufwirtschaft
Transparenz über Herkunft, Reparatur, Recycling und Wiederverwendung
Der erste DPP ist der Batteriepass, so starten Sie
Wer Batterien herstellt oder importiert, setzt den digitalen Produktpass nicht irgendwann um, sondern bis Februar 2027. DPP Hero macht daraus Self-Service.
EV, Industrie und LMT
EV-Batterien, Industriebatterien über 2 kWh und LMT-Akkus brauchen ab 18.02.2027 einen Batteriepass.
7 Kategorien nach DIN SPEC 99100
Geführter Workflow von der Identifikation bis zur Kennzeichnung, jedes Feld entspricht einem Datenattribut.
QR-Code und Produktseite
Jeder veröffentlichte Pass bekommt eine öffentliche URL und einen QR-Code als PNG oder SVG.
Zulieferer-Links
Partner tragen ihre Abschnitte selbst ein, per Share-Link, ohne eigenes Konto.
JSON und PDF
Daten jederzeit exportieren: für Audits, interne Dokumentation oder eigene Systeme.
Bereit fürs EU-Register
Das zentrale EU-DPP-Register läuft seit dem 20. Juli 2026. Die Anmeldung von Batteriepässen öffnet, sobald die EU den Semantik-Katalog bereitstellt, erwartet für Q4 2026. Mit strukturiert erfassten Daten sind Sie vorbereitet.
Die ESPR weitet den DPP schrittweise aus
DPP Hero ist heute auf den Batteriepass fokussiert. Das ist die erste Produktgruppe mit harter Frist. Steht Ihre Kategorie über die ESPR an, schreiben Sie uns über die Kontaktseite.
ESPR-Zeitplan im BlogEin Werkzeug für den ganzen Pass-Lebenszyklus
Von der ersten Erfassung bis zur öffentlichen Produktseite, für Batterien heute und weitere Produktgruppen morgen.
Rechtstext als Datenmodell
Die Felder kommen aus Anhang XIII und der DIN SPEC 99100, typgenau je Batterietyp statt Einheitsformular.
- Feld-Registry mit 5 Batterietypen
- Pflicht- und Sichtfelder je Typ
- Sieben geführte Schritte
Standards und Exporte
Ihre Daten verlassen die Software jederzeit in Standardformaten, geprüft gegen die offiziellen Schemas.
- JSON v2.0 mit blockierender Validierung
- DIN-SPEC-JSON und PDF de/en
- REST-API an EN 18222 ausgerichtet
Veröffentlichung mit Nachweis
Öffentliche Pass-Seite mit QR-Code, signiert und versioniert, für jeden prüfbar.
- GS1 Digital Link als kanonische URL
- Signatur mit öffentlichem Verify
- QR-Export einzeln oder als Bulk-ZIP
Ein Rahmen, viele Produktgruppen: worauf der digitale Produktpass hinausläuft
Der digitale Produktpass ist keine Insellösung für eine Branche. Er ist ein Bauprinzip der EU-Produktregulierung. Den Rahmen setzt die Ökodesign-Verordnung ESPR (EU) 2024/1781. Produktgruppen erhalten nach und nach über delegierte Rechtsakte einen eigenen Produktpass. Das Prinzip bleibt gleich. Am Produkt sitzt ein maschinenlesbarer Datenträger, meist ein QR-Code. Er führt auf eine Produktseite mit strukturierten Daten. Dahinter steht das Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Wer ein Produkt kauft, repariert, wiederverwendet oder recycelt, findet die nötigen Informationen an einer Stelle.
Eine DPP-Software ist die Werkbank dafür. Sie erfasst die geforderten Daten, hält sie in einer sauberen Struktur, veröffentlicht die Produktseite und liefert die Exporte, die Behörden, Kunden und Partner erwarten. Wie sich der digitale Produktpass vom Batteriepass unterscheidet, erklärt unser Beitrag Batteriepass vs. digitaler Produktpass. Alle Leitfäden, Fristen und Werkzeuge rund um die erste Pflicht-Produktgruppe bündelt der Batteriepass-Hub.
Warum Batterien den Anfang machen
Die erste verbindliche Umsetzung des Produktpass-Gedankens steht nicht in der ESPR selbst, sondern in der Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Ihr Kapitel IX, das sind die Artikel 77 und 78, verlangt ab dem 18. Februar 2027 einen Batteriepass für LMT-Batterien, Industriebatterien über 2 kWh und EV-Batterien, die in der EU in Verkehr gebracht werden. Am selben Tag beginnt die Pflicht, jeden dieser Pässe im EU-Register zu registrieren.
Der Batteriepass nimmt dabei vieles vorweg, was andere Produktgruppen später erwartet. Der QR-Code auf der Batterie ist Pflicht und muss zum Pass führen (Art. 13 Abs. 6 und 7, Anhang VI Teil C). Welche Daten in den Pass gehören und wer sie sehen darf, regelt Anhang XIII: öffentliche Felder, Felder für Personen mit berechtigtem Interesse und eine Behördenstufe. Wer den Batteriepass sauber umsetzt, lernt damit das Handwerkszeug für jeden späteren Produktpass, vom Datenmodell bis zur Registrierung.
Für die Batterie-Perspektive im Detail: Die Seite Batteriepass-Software zeigt alle sieben Datenkategorien als geführten Workflow, der Batteriepass-Hub sortiert Leitfäden nach Anwendungsfall, von Energiespeichern bis zu Importeuren.
Vier Fähigkeiten, an denen Sie eine DPP-Software messen sollten
Ob für Batterien heute oder für weitere Produktgruppen morgen: Vier Fähigkeiten entscheiden darüber, ob eine DPP-Software den Rechtstext wirklich trägt oder nur ein Formular mit QR-Code ist.
1. Ein Datenmodell, das den Rechtstext abbildet
Der Datenumfang eines Produktpasses steht nicht im Prospekt des Anbieters, sondern im Gesetz. Für Batterien definiert Anhang XIII die Felder, und die Anforderungen unterscheiden sich je nach Batterietyp. Eine gute DPP-Software bildet das feldgenau ab, statt allen Nutzern dasselbe Formular vorzusetzen. DPP Hero arbeitet dafür mit einer Feld-Registry über fünf Batterietypen (EV, LMT, Industrie, stationäre Speicher, ohne BMS): Pflichtfelder und Sichtbarkeit sind je Typ hinterlegt, der Editor zeigt nur, was für Ihren Typ gilt. Die Gliederung der Erfassung folgt dem Leitfaden DIN SPEC 99100.
2. Zugriffsstufen ab dem ersten Feld
Ein Produktpass ist kein öffentliches Datenblatt. Anhang XIII kennt drei Stufen: öffentliche Felder, Felder mit berechtigtem Interesse und die Behördenstufe. Wie der Zugang mit berechtigtem Interesse konkret ablaufen soll, muss ein Durchführungsakt nach Art. 77 Abs. 9 regeln. Dessen Frist ist am 18.08.2026 verstrichen, ohne dass der Akt erlassen wurde; die Timeline der Kommission nennt inzwischen Q4 2026. Eine DPP-Software muss die Trennung trotzdem von Anfang an technisch durchsetzen, nicht erst, wenn der Akt kommt. Bei DPP Hero werden eingeschränkte Werte für die öffentliche Pass-Seite serverseitig gar nicht erst selektiert, und Zulieferer sehen eingeschränkte Werte in Share-Links nur als Status, nie als Inhalt.
3. EU-Register: vorbereitet sein statt Vollzug versprechen
Beim EU-Register lohnt Genauigkeit. Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1778 ist seit dem 06.08.2026 in Kraft; das Register ist ein Verzeichnis von Kennungen, Warencode und Hash, es speichert keine Passinhalte. Eine Sandbox-Umgebung läuft seit dem 20.07.2026. Die Registrierung von Batteriepässen ist EU-seitig aber noch gesperrt, weil der Semantik-Katalog fehlt; Katalog und Register-APIs sind laut EC-Helpdesk für Q4 2026 geplant. Registrieren darf später nur ein eIDAS-verifizierter Wirtschaftsakteur. Jede Software, die heute eine fertige Register-Anbindung verspricht, verspricht deshalb zu viel. Seriös ist der andere Weg, und den geht DPP Hero: Kennungen, Datenstruktur und Exporte so vorbereiten, dass die Registrierung ab Öffnung des Registers ohne Umbau möglich ist.
4. Standards und Exporte statt Lock-in
Ihre Passdaten müssen die Software jederzeit in Standardformaten verlassen können. Die EU hat mit Beschluss (EU) 2026/1736 sechs DPP-Normen harmonisiert; die Nutzung ist freiwillig, und die Konformitätsvermutung gilt für ESPR-Produktpässe, nicht für den Batteriepass. Für Schnittstellen ist EN 18222 die kommende API-Norm; die DIN-Fassung liegt bislang als Entwurf vor, die finale Fassung ist für September 2026 angekündigt. Die REST-API von DPP Hero ist an den Methoden der EN 18222 ausgerichtet, eine vollständige Konformitätsprüfung steht noch aus. Beim Export erhalten Sie JSON im Battery Passport Data Model v2.0 mit blockierender Schema-Validierung, daneben DIN-SPEC-JSON, PDF auf Deutsch und Englisch sowie einen CSV-Import für den Weg in die Gegenrichtung. Ein Anbieterwechsel scheitert damit nicht an den Daten.
Der Datenträger: QR-Code, NFC, RFID, und was die Rechtstexte wirklich verlangen
Eine Frage kommt in Ausschreibungen fast immer. Muss es ein QR-Code sein, oder tut es auch ein NFC-Chip? Die Antwort hängt davon ab, welcher Rechtstext für Ihr Produkt gilt. Die beiden maßgeblichen unterscheiden sich an genau dieser Stelle.
Unter der Ökodesign-Verordnung
Die ESPR definiert den Datenträger technikoffen. Gemeint ist „ein Strichcode, ein zweidimensionales Symbol oder ein anderes automatisches Datenerfassungsmedium, das von einem Gerät gelesen werden kann“. Ein NFC- oder RFID-Tag fällt ausdrücklich darunter. Artikel 10 Absatz 1 stellt drei Bedingungen. Der Datenträger ist mit einer dauerhaften eindeutigen Produktkennung verbunden. Er sitzt am Produkt, auf der Verpackung oder in den beigefügten Unterlagen. Und er entspricht den Normen der Reihe ISO/IEC 15459. Welche Variante zulässig ist, legt der delegierte Rechtsakt je Produktgruppe fest. Ein pauschales Ja zu NFC gibt es nicht.
Bei Batterien
Hier ist die Lage enger, und das wird häufig falsch dargestellt. Artikel 13 Absatz 6 lässt keine Wahl: „Ab dem 18. Februar 2027 werden alle Batterien im Einklang mit Anhang VI Teil C mit einem QR-Code gekennzeichnet.“ Anhang VI Teil C verlangt dazu einen starken Farbkontrast und eine Größe, die gängige Leser in Mobiltelefonen bewältigen. Artikel 77 Absatz 3 ergänzt, dass der QR-Code mit einer individuellen Kennung verknüpft ist, die den Normen ISO/IEC 15459-1 bis 15459-6 oder gleichwertigen Normen entspricht. Ein NFC-Tag daneben verbietet die Verordnung nicht, den QR-Code ersetzen darf er nicht. Ganz zu ist die Tür allerdings nicht: Artikel 13 Absatz 8 erlaubt der Kommission, per delegiertem Rechtsakt alternative Smart Labels zusätzlich zum QR-Code oder an seiner Stelle vorzusehen. Solange dieser Rechtsakt fehlt, bleibt der QR-Code die einzige zulässige Form.
In DPP Hero führt jeder veröffentlichte Pass eine kanonische Adresse im GS1-Digital-Link-Format. Die QR-Codes exportieren Sie daraus als SVG oder PNG, für Serien auch als Bulk-ZIP. Der Pass hängt an einer Adresse, nicht an einem Träger. Dieselbe Adresse lässt sich deshalb auf weitere Medien schreiben, etwa auf ein NFC-Tag neben dem verpflichtenden QR-Code.
DPP Hero in der Praxis: vom leeren Konto zum veröffentlichten Pass
DPP Hero ist reiner Self-Service: Konto anlegen, Batterietyp wählen, loslegen. Der Editor führt in sieben Schritten durch die Datenkategorien der DIN SPEC 99100 und zeigt dabei nur die Felder, die für Ihren Batterietyp gelten. Daten, die bei Zulieferern liegen, holen Sie über Share-Links ein: Der Zulieferer trägt seine Sektion ohne eigenes Login direkt zu, eingeschränkte Werte bleiben dabei geschützt.
Vor der Veröffentlichung steht ein Publish-Gate. Es prüft die GS1-Kennungen, die Pflichtdaten Ihrer Organisation und die Vollständigkeit aller sieben Schritte. Erst wenn alles steht, geht der Pass live. Er wird zur öffentlichen Pass-Seite ohne Login und ohne Kosten für den Betrachter. Erreichbar ist er über eine kanonische URL im GS1-Digital-Link-Format. QR-Codes exportieren Sie als SVG oder PNG, als Bulk-ZIP bis 500 Stück, auf Wunsch mit eigener Domain. Jede Änderung an der Software steht mit Datum im Changelog.
Veröffentlichte Pässe sind bei DPP Hero keine stillen Webseiten. Jeder Pass wird signiert, ein öffentlicher Verify-Endpunkt rechnet Hash und Signatur live nach, und Änderungen laufen über eine Versionierung. Wer einen Pass prüft, muss also nicht dem Anbieter glauben, sondern kann nachrechnen.
Die Batterie-Details, vom Rechtsrahmen bis zu den sieben Datenkategorien im Einzelnen, finden Sie auf der Seite Batteriepass-Software. Die Preise stehen offen auf der Preisseite; es gibt keine Verkaufsgespräche und keine Demo-Termine, Sie testen direkt am Produkt.
Wer wann was geändert hat
Ein Produktpass ist eine Aussage gegenüber Behörden und Kunden. Damit stellt sich die Frage, wer eine Angabe wann gesetzt hat, spätestens dann, wenn jemand nachfragt. Eine Software, die nur den aktuellen Stand kennt, kann darauf nicht antworten.
Was ein Prüfprotokoll leisten muss
Nachvollziehbar sind drei Dinge nötig: wer gehandelt hat, was geändert wurde und wann. In DPP Hero führt das Protokoll die Aktionen an Produkten, Schlüsseln und Organisationsdaten. Ebenso an Fertigungsstätten und Freigabe-Links, jeweils mit handelnder Stelle und Zeitpunkt. Für Zulieferer-Eingaben über einen Freigabe-Link heißt das: Die Abgabe steht mit drin und ist später nachlesbar.
Wo das Protokoll abrufbar ist
Im Konto steht das Aktivitätsprotokoll als eigene Ansicht, und dieselben Einträge liefert die v1-API über GET /audit-log, neueste zuerst und seitenweise. Filtern lässt sich nach Aktion, Ressourcentyp und einzelner Ressource, etwa nach allen Änderungen an einem bestimmten Produkt. Damit ist die Frage, wer eine Angabe vor der Freigabe zuletzt geändert hat, ohne Rückfrage zu beantworten. Wer die Daten programmatisch anbinden will, findet die Schnittstelle in der API-Dokumentation.
Anbindung an ERP, PIM und PLM
Die Daten für einen Produktpass liegen selten an einer Stelle. Stammdaten und Kennungen stehen meist im ERP, Texte und Medien im PIM. Technische Werte und Stücklisten liegen im PLM, Prüfberichte und Ökobilanzen bei Dienstleistern. Wer Software auswählt, klärt früh, wie diese Quellen zusammenkommen. Genau hier entsteht der Aufwand, nicht im Ausfüllen einzelner Felder.
DPP Hero bietet dafür zwei Wege, und wir benennen ehrlich, was es nicht gibt. Es gibt eine REST-Schnittstelle in Version 1 mit Produkten als Ressource. Dazu einen Sammel-Endpunkt für viele Produkte in einem Aufruf. Dazu einen eigenen Endpunkt für die Zustandsdaten und Endpunkte für Dateien und Bilder. Ausgaben gibt es als JSON, GEFEG-JSON, PDF und QR-Code. Daneben gibt es einen geführten CSV-Import in der Oberfläche. Was es nicht gibt, sind fertige Konnektoren für einzelne ERP- oder PIM-Produkte. Die Verbindung bauen Sie oder Ihr Systemhaus über die Schnittstelle.
Ein Punkt, der bei der Auswahl oft untergeht: Die Offenheit ist Rechtspflicht, keine freiwillige Zugabe. Artikel 10 Absatz 1 ESPR verlangt offene Standards und ein interoperables Format. Die Daten müssen „über ein offenes interoperables Datenaustauschnetz ohne Anbieterbindung“ übertragbar sein. Artikel 77 Absatz 5 der Batterieverordnung sagt dasselbe für den Batteriepass. Gemeint ist nicht jede Unbequemlichkeit beim Export, sondern die technische Übertragbarkeit. Wer die Passdaten nur im eigenen Format herausgibt, erfüllt die Anforderung nicht. Fragen Sie im Auswahlgespräch also auch, wie die Daten wieder herauskommen.
Der Weg bis Februar 2027
Zwischen heute und dem Stichtag 18.02.2027 liegen drei Arbeitspakete, die Sie nacheinander angehen können. Keines davon setzt ein IT-Projekt voraus, alle drei brauchen aber Vorlauf.
Daten zusammentragen
Die meiste Zeit kostet nicht die Software, sondern das Einsammeln der Daten. Sie kommen aus dem eigenen Haus und von Zulieferern. Legen Sie den Pass früh an. Die typgenauen Felder zeigen sofort, was für Ihren Batterietyp verlangt wird. Für Zulieferer-Daten verschicken Sie Share-Links statt Tabellen per E-Mail. Wie sich diese Software in den digitalen Produktpass einordnet, erklärt die Übersichtsseite.
Pass veröffentlichen und QR-Code aufbringen
Ab dem 18.02.2027 muss der QR-Code auf der Batterie zum Pass führen. Planen Sie deshalb rückwärts: Der Pass muss veröffentlicht sein, bevor die Kennzeichnung in die Produktion geht. Das Publish-Gate stellt sicher, dass kein unvollständiger Pass live geht, und die QR-Exporte liefern die Codes in druckfähigen Formaten.
Registrierung vorbereiten
Die Registrierung im EU-Register ist heute noch nicht möglich. Semantik-Katalog und Register-APIs werden für Q4 2026 erwartet. Was Sie jetzt klären können, ist die Verifizierung Ihres Unternehmens als Wirtschaftsakteur. Registrieren darf nur ein eIDAS-verifizierter Akteur. Kennungen und Datenstruktur hält DPP Hero so vor, dass die Registrierung ab Öffnung ohne Umbau möglich ist.
Welche Branchen der Produktpass zuerst trifft
„Digitaler Produktpass“ klingt nach einem einzigen Vorhaben, ist aber ein Rahmen mit Fahrplan. Die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte gibt den Rahmen vor, die konkreten Anforderungen kommen je Produktgruppe in eigenen Rechtsakten. Wann Ihre Gruppe an der Reihe ist, entscheidet der Arbeitsplan der Kommission.
Der Fahrplan mit Jahreszahlen
Die Mitteilung COM(2025) 187 vom 16. April 2025 nennt die Prioritäten aus Artikel 18. Das sind Eisen und Stahl, Aluminium und Textilien mit Schwerpunkt Bekleidung und Schuhwerk, dazu Möbel einschließlich Matratzen, Reifen, Waschmittel, Anstrichmittel, Schmierstoffe und Chemikalien sowie energieverbrauchsrelevante Produkte und IKT- und sonstige Elektronikgeräte. Für die Rechtsakte nennt der Plan Eisen und Stahl 2026. Textilien, Reifen und Aluminium folgen 2027, Möbel 2028 und Matratzen 2029. Elektro- und Elektronikgeräte stehen dort nicht als eigene Produktgruppe, sondern als produktübergreifende Anforderung zu Rezyklatanteil und Recyclingfähigkeit, ebenfalls mit dem Jahr 2029; IKT-Produkte laufen darüber und über die energieverbrauchsrelevanten Produkte mit. Wer im Maschinen-, Anlagen- oder Fahrzeugbau produziert, ist über Vorprodukte wie Stahl und Aluminium früher betroffen als gedacht. Eine eigene Produktgruppe haben Maschinenbau und Automotive im Arbeitsplan nicht. Bauprodukte laufen über die Bauprodukte-Verordnung und bleiben zugleich im Geltungsbereich der ESPR. Für Zement nennt deren Erwägungsgrund 50 delegierte Rechtsakte frühestens zum 31. Dezember 2028 und spätestens zum 1. Januar 2030.
Was Sie davon jenseits der Pflicht haben
Derselbe Datensatz beantwortet Fragen, die im Haus ohnehin gestellt werden. Im After-Sales führt der Scan zur exakten Ausführung eines einzelnen Stücks statt zu einer Modellbroschüre. Im Vertrieb ist die Passseite der einzige Kanal zum Endkunden, der Ihnen gehört. Nicht dem Händler, nicht einem Portal. Im Einkaufsgespräch ersetzt ein belegter Wert zum Rezyklatgehalt eine Behauptung. Und im Zweitmarkt macht erst der Einblick in Nutzungs- und Zustandsdaten den Restwert bewertbar. Zusammengenommen ist der Pass ein Direktkanal statt eines Pflichtformulars. Weil jede Angabe belegt statt behauptet ist, zahlt sie auf das Vertrauen in Ihre Marke ein.
Diese Wirkungen sind kein Selbstläufer. Sie entstehen nur, wenn die Daten gepflegt und die Passseite lesbar ist. Wer den Pass als Pflichtformular abhakt, bekommt ein Pflichtformular. Wer ihn als Produktseite mit Bestandsgarantie versteht, bekommt einen Kanal.
Häufige Fragen zur DPP-Software
Was ist eine DPP-Software?
Ein Erstellungs- und Verwaltungstool, mit dem Wirtschaftsakteure die Daten ihres digitalen Produktpasses strukturiert erfassen, verwalten und exportieren.
Worin unterscheiden sich digitaler Produktpass und Batteriepass?
Der digitale Produktpass ist das ESPR-Konzept für viele Produktgruppen; der Batteriepass ist die erste verpflichtende Umsetzung. Ausführlich: Batteriepass vs. Digitaler Produktpass.
Welche Produktgruppen folgen nach den Batterien?
Die ESPR priorisiert unter anderem Textilien, Stahl und Eisen sowie Elektronik. Den aktuellen Stand fasst unser Beitrag ESPR Zeitplan: Wann kommt der digitale Produktpass? zusammen.
Können wir mit DPP Hero schon heute starten?
Ja, für Batterien ist DPP Hero sofort einsatzbereit. Konto anlegen, Produktdaten in sieben geführten Schritten erfassen, veröffentlichen.
Was kostet die DPP-Software?
Es gibt eine Preisliste für alle Produktgruppen, nicht eine je Gruppe: der erste Pass dauerhaft kostenlos, bezahlte Pläne ab 49 € pro Monat, gestaffelt nach neuen Pässen pro Monat. Solange nur Batterien passpflichtig sind, zahlen Sie also nur für das, was Sie tatsächlich veröffentlichen. Die Stufen stehen auf der Preise-Seite.
Erstellen Sie Ihren ersten digitalen Produktpass
Konto anlegen und den ersten Produktpass anlegen, heute für Batterien, später für weitere Produktgruppen. Ein Pass bleibt dauerhaft kostenlos, alle Kernfunktionen inklusive.