Batteriepass selbst erstellen oder Software nutzen?
Die Verordnung schreibt keine Software vor, sie schreibt Ergebnisse vor. Hier lesen Sie, wann ein Eigenbau trägt, wann er kippt und wie Sie die Entscheidung sauber treffen.
Die Kurzfassung
Ab dem 18. Februar 2027 brauchen LMT-Batterien, Elektrofahrzeug-Batterien und Industriebatterien über 2 kWh in der EU einen digitalen Batteriepass (Art. 77 der Verordnung (EU) 2023/1542). Nirgendwo in dieser Verordnung steht, dass Sie dafür Software kaufen müssen. Ein vollständiger Eigenbau ist rechtlich zulässig. Die Frage ist also nicht, ob Sie selbst bauen dürfen, sondern ob das für Ihre Situation der tragfähigere Weg ist.
Diese Seite ist eine Entscheidungshilfe, keine Verkaufsseite. Wir bauen selbst Batteriepass-Software und sagen trotzdem offen: Manchmal ist ein Eigenbau die vernünftigere Wahl. Die Grundlagen erklärt Was ist ein Batteriepass?. Die Fristen im Detail stehen in Batteriepass-Pflicht: ab wann?. Im Folgenden finden Sie die Anforderungen an beide Wege, die typischen Kipppunkte, die Kostenlogik und eine Checkliste mit sechs Fragen.
Was die Verordnung wirklich verlangt
Die Batterieverordnung schreibt Ergebnisse vor, keine Werkzeuge. Wer eine passpflichtige Batterie in Verkehr bringt, muss ab dem Stichtag sicherstellen: Jede einzelne Batterie hat einen elektronischen Pass. Ein QR-Code auf der Batterie führt zu diesem Pass (Art. 13 Abs. 6 und 7 sowie Anhang VI Teil C). Die Inhalte richten sich nach Anhang XIII und sind in drei Zugriffsstufen geteilt: öffentliche Angaben für jedermann, eingeschränkte Angaben für Personen mit berechtigtem Interesse und für die Kommission, dazu eine Behördenstufe für Testberichte. Und die Batterie muss im EU-Register eingetragen werden, sobald die Registrierungspflicht greift.
Wie Sie diese Ergebnisse erreichen, ist Ihre Sache. Ein selbst entwickeltes System auf eigener Infrastruktur erfüllt die Verordnung genauso wie eine gekaufte Lösung. Es gibt auch keine Zertifizierungspflicht für Batteriepass-Systeme und kein offizielles Siegel, weder für Anbieter noch für Eigenbauten. Wer Ihnen ein solches Siegel verkauft, verkauft etwas, das es nicht gibt.
Orientierung existiert trotzdem. Die Kommission hat am 15.08.2026 eine Guidance mit 71 Datenpunkten veröffentlicht, geordnet nach Kategorien. DIN SPEC 99100 beschreibt als Leitfaden sieben Arbeitsschritte zum Pass. EN 18222 definiert eine Norm für die Daten-Schnittstellen, die finale DIN-Fassung ist angekündigt. Die im Sommer 2026 harmonisierten DPP-Normen erzeugen eine Konformitätsvermutung nur unter der Ökodesign-Verordnung, nicht für den Batteriepass. All das gilt für Eigenbau und Software gleichermaßen: Es sind Arbeitsgrundlagen, keine Pflichtwerkzeuge. Die Fachbegriffe aus Verordnung und Normen erklärt das Glossar.
Was ein Eigenbau leisten muss
Wer selbst baut, baut kein Formular und keine Produktseite, sondern ein System mit sechs Aufgaben. Jede davon ist machbar, jede bedeutet aber dauerhaften Betrieb.
Ein Datenmodell je Batterietyp
Anhang XIII definiert die Inhalte, die Kommissions-Guidance zählt 71 Datenpunkte mit Kategorien und Sichtbarkeiten. Entscheidend: Die Pflichtfelder unterscheiden sich je Batterietyp. Eine EV-Batterie braucht andere Angaben als eine LMT-Batterie oder ein stationärer Speicher. Ein Eigenbau braucht deshalb ein typabhängiges Datenmodell mit eigener Pflichtlogik je Typ, sonst prüfen Sie Vollständigkeit dauerhaft von Hand.
Zugriffsstufen serverseitig trennen
Die drei Stufen aus Anhang XIII müssen technisch getrennt sein. Eingeschränkte Felder nur in der Oberfläche auszublenden genügt nicht: Was der Server ausliefert, ist abrufbar. Ein Eigenbau muss darum schon bei der Datenabfrage entscheiden, welche Stufe der Aufrufer sieht. Dazu kommt eine offene Stelle: Der Durchführungsakt zum berechtigten Interesse (Art. 77 Abs. 9) ist noch nicht erlassen. Die Zugriffsprüfung muss so angelegt sein, dass sie sich später anpassen lässt, ohne das System umzubauen.
QR-Codes, die Jahre halten
Der QR-Code wird auf die Batterie gedruckt oder gelasert und lebt so lange wie sie. Die URL dahinter darf über die gesamte Lebensdauer nicht brechen: Domain-Verlängerungen, Hosting-Wechsel, Umfirmierungen und Systemablösungen muss der Link unbeschadet überstehen. Wer selbst baut, gibt dieses Verfügbarkeitsversprechen selbst ab, inklusive Backups, Monitoring und einer Antwort auf die Frage, wer zuständig ist, wenn die Person, die das System aufgebaut hat, das Unternehmen verlässt.
Schema-Validierung statt Sichtprüfung
Passdaten werden von Dritten maschinell gelesen. Fehler in Einheiten, Formaten oder Pflichtfeldern fallen dann bei den Lesern auf, nicht bei Ihnen. Ein Eigenbau sollte deshalb jeden Pass vor der Veröffentlichung gegen ein maschinenlesbares Schema validieren, etwa gegen das Battery Passport Data Model. Diese Validierung selbst zu pflegen heißt: bei jeder Schemaänderung nachziehen.
Versionierung und Nachweis
Ein Batteriepass ist kein einmaliges Dokument. Daten ändern sich durch Korrekturen, Reparaturen und neue Pflichtangaben. Sie müssen belegen können, welcher Stand wann öffentlich war und wer was geändert hat. Das verlangt Versionierung und eine belastbare Historie, im Zweifel gegenüber der Marktüberwachung.
Offene Rechtsakte beobachten
Die Rechtslage ist in Bewegung. Die CO₂-Pflichten sind trotz verstrichener Fixtermine nicht ausgelöst, weil Methodik- und Format-Akte fehlen. Die Register-Verordnung (EU) 2026/1778 ist seit dem 06.08.2026 in Kraft, die Sandbox läuft seit dem 20.07.2026. Die Batterie-Registrierung ist EU-seitig aber noch gesperrt. Semantik-Katalog und APIs sind für Q4 2026 angekündigt. Die Registrierungspflicht beginnt am 18.02.2027 und setzt einen eIDAS-verifizierten Wirtschaftsakteur voraus. Wer selbst baut, braucht eine benannte Person, die diese Bewegungen verfolgt. Die Einzelheiten erklärt EU-Batteriepass-Register. Alle sechs Aufgaben stehen ab dem ersten Pass an.
Der übersehene Posten: woher die Daten kommen
In Eigenbau-Rechnungen steht fast immer die Software im Mittelpunkt: Formular, Datenbank, Pass-Seite, QR-Code. Der Aufwand liegt aber selten dort. Er liegt im Zusammentragen der Daten aus Systemen, die schon im Haus stehen. Stammdaten und Kennungen liegen meist im ERP, Texte und Bilder im PIM. Technische Werte und Stücklisten liegen im PLM. Prüfberichte und Ökobilanzen entstehen bei Prüfstellen und Dienstleistern. Den Bericht zur Sorgfaltspflichtpolitik nach Artikel 52 Absatz 3 erstellt der Wirtschaftsakteur dagegen selbst. Lieferanten und Prüfstellen liefern dafür nur Nachweise und Verifizierung.
Warum das den Eigenbau doppelt trifft
Wer selbst baut, trägt diese Integrationsarbeit zweimal. Einmal für die Erstbefüllung, wenn alle Pflichtangaben je Modell zusammenkommen. Und einmal dauerhaft, weil der Pass nach dem Inverkehrbringen weiterlebt. Nach Artikel 77 Absatz 4 hält der Wirtschaftsakteur die Angaben korrekt, vollständig und aktuell. Anhang XIII Nummer 4 verlangt Werte, die sich bei jeder Statusänderung ändern. Eine Software von der Stange löst diesen Teil nicht automatisch. Sie liefert aber die Schnittstelle, an die Sie andocken.
Wie lange das dauert
Eine seriöse Monatszahl kann Ihnen niemand von außen nennen. Dafür hängt zu viel an Ihrer Systemlandschaft. Abschätzen lassen sich aber die Posten. Das sind die 71 Datenpunkte der Kommissions-Guidance je Batteriemodell. Dazu die sechs oben genannten Aufgaben eines Eigenbaus. Dazu die Zahl Ihrer Modelle und Batterietypen. Und die Zahl der Quellsysteme, aus denen Sie Daten holen. Diese vier Größen sind keine Formel, sondern die Posten für Ihre eigene Bewertung. Eine so hergeleitete Schätzung trägt weiter als jede Faustregel aus dem Netz. Sie können jede Annahme darin benennen. Die Vorlaufzeit lässt sich damit in Monaten begründen statt zu raten. Sie beginnt nicht mit dem Bau, sondern mit der Datensammlung.
Wichtiger als die Dauer ist der Endpunkt, an dem sie hängt. Rechtlich hängt die Pflicht am Inverkehrbringen oder der Inbetriebnahme ab dem 18. Februar 2027. Praktisch liegt Ihr eigener Endtermin früher, denn der QR-Code wird in der Fertigung aufgebracht: Rechnen Sie rückwärts von dem Tag, an dem die erste betroffene Batterie mit Kennzeichnung vom Band läuft, nicht von der Frist selbst.
Wo Eigenbau trägt und wo er kippt
Wo ein Eigenbau trägt
Ein Eigenbau ist eine realistische Option, wenn drei Dinge zusammenkommen: ein einzelnes Batteriemodell oder sehr wenige Modelle, Daten, die sich selten ändern, und ein eigenes Entwicklerteam, das den Betrieb dauerhaft verantwortet. Dann ist der Pass ein überschaubares Vorhaben: ein Datenmodell, eine öffentliche Seite, ein stabiler Link, ein Änderungsprozess. Unternehmen, die ohnehin eigene Software betreiben, holen sich so keine zusätzliche Abhängigkeit ins Haus.
Wo er kippt
Kritisch wird es an drei Stellen. Erstens Modellvielfalt: Jedes weitere Modell und jeder weitere Batterietyp bringt eigene Pflichtfelder und eigene Pflege mit. Zweitens Zulieferer: Sobald Zell-, Material- oder Herstellungsdaten von Dritten kommen, brauchen Sie einen strukturierten Zulieferprozess mit Prüfung und Nachverfolgung; E-Mail-Anhänge skalieren nicht. Drittens Normbewegung: Jede neue Guidance, jeder Durchführungsakt und jede Schemaänderung bedeutet Entwicklungsarbeit. Aus dem einmaligen Projekt wird dann ein Dauerprodukt mit eigenem Backlog. Dieser Kipppunkt zeigt sich selten am ersten Tag; er kommt mit dem zweiten Modell, dem ersten Zulieferer oder der ersten Schemaänderung.
Dazwischen liegt ein ehrlicher Graubereich: ein Haus mit zwei oder drei Modellen, einem kleinen Entwicklerteam und Zulieferdaten in Bewegung. Hier entscheidet weniger die Technik als die Organisation. Wenn der Batteriepass in Ihrem Haus einen festen Eigentümer mit Budget und Vertretungsregel bekommt, kann der Eigenbau funktionieren. Bleibt er ein Nebenprojekt einer einzelnen Person, wird er zum Risiko genau an dem Tag, an dem diese Person etwas anderes tut.
Die Kostenlogik beider Wege
Seriöse Pauschalzahlen gibt es für keinen der beiden Wege, dafür hängt zu viel an Modellzahl, Datenlage und Team. Die Logik dahinter lässt sich aber sauber beschreiben.
Beim Eigenbau steht am Anfang ein Entwicklungsaufwand: Datenmodell je Typ, Zugriffslogik, QR-Infrastruktur, Validierung, Versionierung. Danach beginnt der eigentliche Kostenblock, und der ist dauerhaft: Betrieb, Domains, Monitoring, Sicherheits-Updates, Rechtsbeobachtung und die Bindung der Personen, die das alles können. Diese laufenden Kosten fallen an, egal ob sich in einem Jahr viel oder wenig bewegt.
Bei Software zahlen Sie eine laufende Gebühr, die Entwicklung, Betrieb und Rechtsbeobachtung auf viele Nutzer verteilt. Der ehrliche Vergleich rechnet deshalb beide Wege über denselben Zeitraum von mehreren Jahren und setzt beim Eigenbau die Personalstunden mit an. Eine ausführliche Kostenbetrachtung mit den Posten beider Wege finden Sie unter Batteriepass-Kosten; unsere eigenen Preise stehen offen auf der Preisseite.
Ein Posten wird in Eigenbau-Rechnungen regelmäßig vergessen: die Kosten des Wartens. Jede Entwicklerstunde, die in den Pass fließt, fehlt am eigenen Produkt. Und wenn der Eigenbau im Herbst 2026 startet und sich verzögert, steht der Stichtag trotzdem am 18.02.2027. Diese beiden Größen gehören in dieselbe Tabelle wie Lizenzgebühr und Serverkosten.
Entscheidungs-Checkliste: sechs Fragen
Sechs Fragen entscheiden die Sache in den meisten Fällen. Beantworten Sie sie schriftlich und ehrlich; eine allgemeine Pflichten-Checkliste zum Batteriepass finden Sie ergänzend unter Batteriepass-Checkliste.
- Wie viele Batteriemodelle und Typen haben Sie? Ein Modell mit stabilen Daten spricht für den Eigenbau. Mehrere Modelle oder mehrere Batterietypen bedeuten mehrere Pflichtfeld-Sätze und laufende Pflege.
- Haben Sie ein Entwicklerteam mit dauerhafter Zuständigkeit? Gemeint ist nicht das Projekt, sondern der Betrieb bis weit über 2030 hinaus. Wenn die zuständige Person geht, muss der Pass weiterlaufen.
- Wer beobachtet die offenen Rechtsakte? CO₂-Methodik, Zugriffsakt nach Art. 77 Abs. 9, Register-APIs: Mehrere Bausteine sind noch nicht final. Jemand muss das verfolgen und Änderungen einbauen.
- Liefern Zulieferer Daten zu? Sobald Zell- oder Materialdaten von Dritten kommen, brauchen Sie einen strukturierten Zulieferprozess mit Prüfung und Status, nicht nur E-Mail-Anhänge.
- Können Sie die QR-Erreichbarkeit über die Batterielebensdauer garantieren? Domain, Hosting, Weiterleitungen, Backups: Der aufgedruckte Code muss auch in vielen Jahren noch auf den Pass führen.
- Was kostet Sie ein Jahr Verzögerung? Rechnen Sie den Eigenbau realistisch bis zum 18.02.2027 durch, inklusive Test und Korrekturen. Der Stichtag verschiebt sich nicht, weil ein internes Projekt hakt.
Fällt die Mehrheit Ihrer Antworten auf die anspruchsvolle Seite, ist ein Eigenbau nicht falsch. Er ist dann aber ein Produkt, das Sie dauerhaft betreiben, kein Projekt, das Sie abschließen. Diese Entscheidung müssen Sie nicht endgültig treffen: Der folgende Mittelweg hält beide Wege offen.
Zwei Anforderungen, die im Eigenbau regelmäßig übersehen werden
Integrität und Nachvollziehbarkeit
Artikel 78 Buchstabe g verlangt Authentizität, Zuverlässigkeit und Integrität der Daten. Buchstabe h fordert ein hohes Maß an Sicherheit und Privatsphäre sowie die Vermeidung von Betrug. In einer selbst gebauten Lösung heißt das mehr als ein Login. Sie brauchen eine Historie, die zeigt, welcher Stand wann veröffentlicht war und wer ihn geändert hat. Und Sie brauchen sie noch in Jahren, wenn die Marktaufsicht nach Artikel 79 fragt. Ein Feld, das der letzte Schreibvorgang überschreibt, leistet das nicht. Aufwändig ist nicht das Speichern, sondern das Trennen von Entwurf, veröffentlichtem Stand und Korrektur. Technisch sind es zwei Bausteine, die Sie im Eigenbau selbst stellen. Erstens eine kryptografische Signatur je veröffentlichtem Stand, damit sich Manipulation erkennen lässt. Zweitens ein revisionssicherer Audit-Trail mit Zeitpunkt und Urheber je Änderung. Ob Sie dafür Verifiable Credentials nutzen oder etwas anderes, bleibt Ihnen überlassen. Die Batterieverordnung nennt diesen Begriff kein einziges Mal, sie verlangt das Ergebnis. Welche Kennungen Sie brauchen, erklärt die Partnerübersicht.
Die Zeit vor dem ersten Pass
Der zweite unterschätzte Posten ist die Datensammlung. Der öffentliche Block nach Anhang XIII Nummer 1 zieht Angaben aus mehreren Quellen zusammen. Das sind Anhang VI Teil A, die Konformitätserklärung nach Artikel 18 und der Sorgfaltspflichten-Bericht nach Artikel 52 Absatz 3. Dazu die Rezyklat-Unterlagen nach Artikel 8 Absatz 1. Diese Angaben liegen selten in einer Hand. Prüfberichte liegen beim Labor, die Zellchemie beim Lieferanten, der Rezyklatgehalt beim Vorlieferanten. Wie lange der Vorlauf dauert, hängt an Ihrer Lieferkette, nicht an der Software. Planen Sie die Beschaffung getrennt vom Werkzeug. Beginnen Sie mit den Angaben, die von außen kommen.
Beide Punkte sprechen nicht gegen den Eigenbau. Sie gehören nur in die Rechnung, bevor Sie entscheiden. Die Sammlung fällt in beiden Wegen an. Die Nachweisführung ist im Eigenbau der Teil, der nach dem ersten Release weiterläuft.
Der Mittelweg: mit Software starten, Daten behalten
Eigenbau oder Software ist keine Einbahnstraße, solange eine Bedingung erfüllt ist: Ihre Daten gehören Ihnen, in offenen Formaten und jederzeit exportierbar. Dann können Sie mit Software starten, an echten Pässen Erfahrung mit dem Datenmodell sammeln und später immer noch selbst bauen, ohne von vorn zu beginnen.
So ist unsere Software gebaut. Ein typgenauer Editor führt in sieben Schritten durch die Pflichtfelder von fünf Batterietypen, orientiert an DIN SPEC 99100. Vor der Veröffentlichung prüft ein Publish-Gate die GS1-Kennungen, die Organisations-Pflichtdaten und alle sieben Schritte. Die Schema-Validierung gegen das Battery Passport Data Model v2.0 blockiert fehlerhafte Stände. Zulieferer tragen über Share-Links ohne eigenes Login zu. Bestandsdaten kommen per CSV-Import herein. Für den Auszug gibt es JSON im Data Model v2.0, DIN-SPEC-JSON und PDF in Deutsch und Englisch. Dazu eine REST-API, die an EN 18222 ausgerichtet ist. Ein Wechsel weg von uns bleibt jederzeit möglich, auch zum eigenen System.
Wenn Sie vorher Grundlagen klären wollen, sammelt der Batteriepass-Hub die Themen an einem Ort. Die Preise stehen auf der Preisseite, die Funktionen auf Batteriepass-Software. Der Einstieg braucht kein Gespräch. Sie legen ein Konto an und erstellen den ersten Pass dauerhaft kostenlos. An Ihren eigenen Daten sehen Sie, ob die Struktur trägt. Welche Anbieter es gibt, steht im Software-Vergleich.
Häufige Fragen
Kann ich kostenlos testen, bevor ich mich entscheide?
Ja. Ein Pass ist dauerhaft kostenlos, ohne Testphase und ohne Zeitdruck. Sie legen damit einen echten Pass für eines Ihrer Modelle an und sehen an Ihren eigenen Daten, ob die Struktur trägt. Alle weiteren Preise stehen offen auf der Preisseite; ein Verkaufsgespräch gibt es bei uns nicht.
Sitze ich mit Software in einem Lock-in?
Das hängt vom Anbieter ab und gehört vor jeden Kauf geprüft. Bei uns exportieren Sie jederzeit JSON im Battery Passport Data Model v2.0, DIN-SPEC-JSON und PDF in Deutsch und Englisch; die REST-API ist an EN 18222 ausgerichtet. Wenn Sie später doch selbst bauen wollen, nehmen Sie Ihre Daten vollständig mit.
Muss ich für das EU-Register etwas Eigenes entwickeln?
Das kann heute niemand abschließend beantworten. Die Register-Verordnung (EU) 2026/1778 ist seit dem 06.08.2026 in Kraft. Die Batterie-Registrierung ist EU-seitig aber noch gesperrt. Semantik-Katalog und APIs sind für Q4 2026 angekündigt. Fest steht: Registrieren darf nur der eIDAS-verifizierte Wirtschaftsakteur. Diese Verifizierung nimmt Ihnen kein Dienstleister ab. Ob Eigenbau oder Software, die Register-Anbindung wird erst mit den veröffentlichten APIs konkret.
Reicht ein PDF oder eine Produktseite auf unserer Webseite?
Nein. Der Pass muss je Batterie individuell existieren, über den QR-Code auf der Batterie erreichbar sein, die Zugriffsstufen aus Anhang XIII abbilden und aktualisierbar bleiben. Ein statisches PDF oder eine allgemeine Produktseite kann das nicht leisten. Beides kann den Pass ergänzen, aber nicht ersetzen.
Wie schnell steht ein erster Pass, wenn wir Software nutzen?
Die Technik ist dabei selten der Engpass. Der Editor zeigt je Schritt, welche Pflichtfelder für Ihren Batterietyp fehlen, und die Validierung meldet Fehler vor der Veröffentlichung. Die eigentliche Arbeit ist das Einsammeln der Daten, vor allem von Zulieferern; dafür gibt es Share-Links ohne Login. Bis zum Stichtag 18.02.2027 ist der knappe Faktor in der Regel die Datenlage, nicht das Werkzeug. Ein früh angelegter erster Pass zeigt Ihnen deshalb vor allem eines: welche Daten Ihnen noch fehlen.
Brauche ich für einen Eigenbau eine Blockchain?
Nein. Die Batterieverordnung schreibt keine bestimmte Technik vor. Im amtlichen Verordnungstext kommen die Wörter Blockchain und Distributed Ledger kein einziges Mal vor. Verlangt sind der QR-Code nach Artikel 13 Absatz 6 und die Abrufbarkeit des Passes nach Artikel 77 Absatz 3. Dazu die Inhalte nach Anhang XIII. Wie Sie das speichern, ist Ihre Entscheidung. Was Sie wirklich brauchen: eine dauerhaft erreichbare Adresse über die Lebensdauer der Batterie. Dazu eine Versionierung, damit frühere Stände nachvollziehbar bleiben. Und eine saubere Zugriffstrennung für die drei Stufen. Genau daran scheitern Eigenbauten häufiger als an der Datenbanktechnik.
Erst ausprobieren, dann entscheiden
Konto anlegen, Batterietyp wählen und den ersten Pass im geführten Editor erfassen. Ein Pass ist dauerhaft kostenlos.