BrancheNiels van Veen, Founder und CEO von DPP HeroNiels van Veen10. Februar 20265 min

Von Excel zum Batteriepass: Praxis-Leitfaden

Viele Hersteller verwalten Produktdaten noch in Excel. Wir zeigen, wie der Umstieg auf einen strukturierten digitalen Produktpass gelingt, ohne IT-Projekt.

Von Excel zum Batteriepass: Praxis-Leitfaden

Warum Excel beim Batteriepass versagt

Viele Unternehmen greifen zunächst zu dem Werkzeug, das sie am besten kennen: Microsoft Excel oder Google Sheets. Für erste Datensammlungen mag das funktionieren, doch spätestens wenn ein digitaler Batteriepass nach DIN SPEC 99100 erstellt werden muss, stoßen Tabellenkalkulationen an ihre Grenzen. Die Probleme sind dabei nicht abstrakt, sondern ganz konkret:

Keine Schema-Validierung. Die DIN SPEC 99100 definiert exakte Datentypen, Pflichtfelder und Wertebereiche für jeden einzelnen Datenpunkt. In einer Tabellenkalkulation gibt es keine automatische Prüfung, ob ein Feld den richtigen Datentyp enthält, ob Pflichtfelder befüllt sind oder ob Werte innerhalb der zulässigen Bereiche liegen. Falsche Datentypen, fehlende Pflichtangaben und inkonsistente Formate bleiben unbemerkt, bis der Export scheitert oder eine Behörde die Daten prüft.

Keine standardisierte Struktur. Jedes Team, jeder Standort und jeder Lieferant erstellt seine eigene Tabellenstruktur. Unterschiedliche Spaltennamen, verschiedene Einheiten, abweichende Formate: Die Zusammenführung dieser Daten in eine einheitliche Struktur erfordert erheblichen manuellen Aufwand und ist eine permanente Fehlerquelle.

Keine Versionierung und Änderungsnachverfolgung. Wer hat wann welches Feld geändert? In einer gemeinsam genutzten Excel-Datei ist diese Frage kaum zu beantworten. Für regulatorische Anforderungen, bei denen die Nachvollziehbarkeit von Datenänderungen relevant sein kann, ist das ein erhebliches Risiko.

Kein Export in die geforderten Formate. Der digitale Batteriepass erfordert maschinenlesbare Daten, typischerweise im JSON-Format, validiert gegen das Schema der DIN SPEC 99100. Aus einer Excel-Tabelle lässt sich kein schema-valides JSON generieren. Ebenso fehlt die Möglichkeit, QR-Codes oder standardisierte PDF-Dokumente automatisch zu erzeugen.

Keine Zugriffskontrolle. In einer professionellen Produktionsumgebung arbeiten verschiedene Abteilungen an unterschiedlichen Datenbereichen: Einkauf, Qualitätsmanagement, Entwicklung, Nachhaltigkeit. Excel bietet keine rollenbasierte Zugriffskontrolle, die sicherstellt, dass jedes Team nur die relevanten Bereiche bearbeiten kann.

Skaliert nicht. Für ein einzelnes Batteriemodell mag eine Tabelle noch überschaubar sein. Doch Unternehmen mit Dutzenden oder Hunderten von Produktvarianten stoßen schnell an die Grenze des Verwaltbaren. Die Pflege paralleler Tabellenblätter wird zum Vollzeitjob, und Fehler werden mit jedem weiteren Produkt wahrscheinlicher.

Was eine Batteriepass-Software leisten muss

Eine professionelle Batteriepass-Software löst genau die Probleme, die Tabellenkalkulationen nicht bewältigen können. Die zentralen Anforderungen an ein solches Tool sind:

  • DIN-SPEC-99100-Datenstruktur: Die vollständige Datenstruktur der Spezifikation muss im System hinterlegt sein, mit allen sieben Kategorien, Pflichtfeldern und optionalen Feldern. Sie müssen sich nicht selbst mit der technischen Spezifikation auseinandersetzen.
  • Geführte Dateneingabe: Ein schrittweiser Prozess, der die Dateneingabe in sieben klar abgegrenzte Schritte unterteilt, analog zu den sieben Datenkategorien der DIN SPEC 99100 (Identifikation, Materialien, CO₂-Fußabdruck, Due Diligence, Kreislaufwirtschaft, Performance, Kennzeichnung).
  • Feld-Validierung: Automatische Prüfung von Pflichtfeldern, Datentypen, Wertebereichen und Formaten direkt bei der Eingabe. Fehler werden sofort sichtbar, nicht erst beim Export.
  • Mehrsprachigkeit: Die Benutzeroberfläche und die Datenausgabe müssen mindestens Deutsch und Englisch unterstützen. Für international aufgestellte Hersteller ist das unverzichtbar.
  • Export-Formate: Schema-valides JSON (gegen DIN SPEC 99100 validiert), professionelle PDF-Dokumente und QR-Code-Generierung: Mindestens diese drei Formate sollte jede Batteriepass-Software beherrschen.
  • API für Systemintegration: Eine REST API, über die bestehende Systeme wie ERP, PLM oder MES Daten direkt in die Batteriepass-Software übertragen können, per Einzelprodukt oder Bulk-Import.
  • Team-Kollaboration: Rollenbasierte Zugriffskontrolle, damit verschiedene Abteilungen an ihren jeweiligen Datenbereichen arbeiten können, ohne die Daten anderer Teams versehentlich zu überschreiben.

DPP Hero als spezialisiertes Erstellungs- und Verwaltungstool für Batteriepässe bietet diese Funktionen in einer integrierten Plattform, von der geführten Dateneingabe über Feld-Validierung bis hin zum Export als JSON, PDF und QR-Code.

Der Punkt, an dem Excel endgültig aufhört: ein Pass je Stück

Die meisten Tabellen sind nach Modellen aufgebaut, eine Zeile je Produkt. Der Batteriepass funktioniert anders. Artikel 77 Absatz 1 verlangt, dass „jede in Verkehr gebrachte oder in Betrieb genommene LV-Batterie, Industriebatterie mit einer Kapazität von mehr als 2 kWh und Elektrofahrzeugbatterie über eine elektronische Akte“ verfügt. Nicht jedes Modell, sondern jede Batterie.

Was das praktisch bedeutet, sieht man an Anhang XIII. Nummer 1 beschreibt das Modell, dort ändert sich zwischen zwei Exemplaren nichts. Nummer 4 dagegen beschreibt die einzelne Batterie: Leistungswerte beim Inverkehrbringen und bei jeder Statusänderung, Alterungszustand, Status, Nutzungsdaten. Wer 5.000 Batteriesätze eines Modells baut, braucht 5.000 Pässe mit gemeinsamer Modellbasis und individueller Historie. Eine Tabelle mit 5.000 Zeilen wäre noch das kleinere Problem; unlösbar wird es, sobald jede Zeile ihre eigene öffentliche Adresse, ihren eigenen QR-Code und ihren eigenen Änderungsverlauf braucht.

Für die Werkzeugauswahl heißt das: Fragen Sie nicht, ob sich Daten erfassen lassen, sondern ob sich aus einer Modellvorlage tausende Einzelpässe erzeugen lassen, jeder mit eigener Kennung, und ob sich diese Kennungen im Bestand wiederfinden lassen.

Kennung und Adresse: zwei Anforderungen, die man nicht selbst erfinden kann

Die Verordnung überlässt die Kennung nicht dem Geschmack. Artikel 77 Absatz 3 bestimmt, dass der Pass „über den in Artikel 13 Absatz 6 genannten QR-Code abrufbar“ ist, „der mit einer individuellen Kennung verknüpft ist, die der Batterie von dem Wirtschaftsakteur, der sie in Verkehr bringt, zugewiesen wird“. Und weiter: „Der QR-Code und die individuelle Kennung entsprechen den ISO/IEC-Normen 15459-1:2014, 15459-2:2015, 15459-3:2014, 15459-4:2014, 15459-5:2014 und 15459-6:2014 oder gleichwertigen Normen.“ Eine selbst ausgedachte Nummer aus der Tabelle erfüllt das nicht.

In der Praxis führt das zum GS1-System, weil dessen Kennungen genau diese Normenreihe umsetzen: die GTIN für das Modell, die Seriennummer für das Stück, zusammengesetzt in einer auflösbaren Adresse im Format GS1 Digital Link. Der Vorteil ist nicht der Name, sondern die Prüfbarkeit: Eine GTIN hat eine Prüfziffer, eine frei erfundene Nummer nicht.

Wo die Adresse hinzeigt, und wie lange

Ein QR-Code auf einer Batterie lebt so lange wie die Batterie, und das sind bei stationären Speichern schnell zehn Jahre und mehr. Artikel 78 Buchstabe e verlangt ausdrücklich, dass der Pass verfügbar bleibt, „auch wenn der ... verantwortliche Wirtschaftsakteur nicht mehr besteht oder seine Tätigkeit in der Union einstellt“. Buchstabe c stellt klar, dass die Daten beim Wirtschaftsakteur oder bei Akteuren liegen, die in seinem Namen handeln; eine zentrale EU-Datenbank für die Inhalte gibt es nicht.

Für die Auswahl heißt das zweierlei. Erstens: Die Adresse hinter dem Code muss über Jahre stabil bleiben, auch bei einem Anbieterwechsel; fragen Sie deshalb nach der eigenen Domain und nach dem vollständigen Export. Zweitens: Wo die Daten liegen, ist eine Entscheidung mit Folgen. Ein Hosting in der EU vereinfacht die Auftragsverarbeitung nach der Datenschutz-Grundverordnung, und es hält die Zuständigkeit dort, wo auch die Aufsicht sitzt.

Der Umstieg in 5 Schritten

Der Wechsel von der Tabellenkalkulation zur professionellen Batteriepass-Software muss kein disruptives Projekt sein. Mit einem strukturierten Vorgehen lässt sich der Umstieg schrittweise und kontrolliert gestalten:

Schritt 1: Bestandsaufnahme

Bevor Sie ein neues Tool einführen, müssen Sie wissen, wo Ihre Daten heute liegen. Führen Sie eine systematische Bestandsaufnahme durch: Welche batterierelevanten Daten befinden sich in Ihrem ERP-System? Welche in PLM oder MES? Was kommt direkt von Zulieferern als PDF oder Excel? Und welche Daten existieren bisher nur als informelles Wissen in den Köpfen Ihrer Mitarbeitenden? Diese Übersicht ist die Grundlage für alle weiteren Schritte.

Schritt 2: Gap-Analyse

Vergleichen Sie Ihren Datenbestand systematisch mit den Anforderungen der DIN SPEC 99100. Für jede der sieben Datenkategorien (Identifikation, Materialien, CO₂-Fußabdruck, Due Diligence, Kreislaufwirtschaft, Performance, Kennzeichnung) identifizieren Sie: Welche Pflichtfelder können Sie bereits heute befüllen? Welche Felder fehlen komplett? Und welche Daten existieren zwar, aber nicht im richtigen Format oder in der geforderten Granularität?

Schritt 3: Tool-Auswahl

Evaluieren Sie die verfügbaren Optionen: Eigenentwicklung, SaaS-Tool oder eine hybride Lösung. Bei der Bewertung sollten Sie neben den Funktionen (siehe Abschnitt oben) auch Faktoren wie Time-to-Value, laufende Wartungskosten, Skalierbarkeit und die Möglichkeit zur Systemintegration via API berücksichtigen. Für die meisten mittelständischen Unternehmen bietet ein spezialisiertes SaaS-Tool das beste Verhältnis aus Geschwindigkeit und Kosten.

Schritt 4: Datenmigration

Übertragen Sie Ihre bestehenden Daten in die neue Software. Das umfasst den Import aus vorhandenen Excel-Dateien, die Bereinigung inkonsistenter Daten, die Anpassung von Formaten und Einheiten sowie die Validierung gegen das DIN-SPEC-99100-Schema. Professionelle Batteriepass-Software unterstützt Sie bei diesem Prozess durch Import-Assistenten und automatische Validierung.

Schritt 5: Prozess-Integration

Der letzte und langfristig wichtigste Schritt: Integrieren Sie die Batteriepass-Erstellung in Ihre bestehenden Arbeitsabläufe. Verbinden Sie die Software über die API mit Ihren ERP- und PLM-Systemen. Definieren Sie, welche Abteilung für welche Datenkategorie verantwortlich ist. Und schulen Sie Ihr Team, damit die Dateneingabe von Anfang an korrekt und effizient erfolgt. Nur so wird der Batteriepass zum normalen Bestandteil Ihres Produktentwicklungsprozesses statt zu einem nachträglichen Zusatzaufwand. Eine kompakte Übersicht aller Vorbereitungsschritte finden Sie in unserer Batteriepass-Checkliste für 2027.

Kosten und Aufwand

Die Kostenfrage ist für viele Unternehmen der erste Diskussionspunkt. Ein nüchterner Vergleich der drei häufigsten Ansätze:

DIY mit Excel: Auf den ersten Blick kostenfrei, doch die versteckten Kosten sind erheblich. Manueller Aufwand für Datenbereinigung, fehlende Validierung führt zu Fehlern, die erst spät auffallen, und der Export in regulatorisch geforderte Formate erfordert zusätzliche Entwicklung. Hinzu kommt das Compliance-Risiko: Wenn ein fehlerhafter Batteriepass den Marktzugang gefährdet, übersteigen die Folgekosten jedes Software-Budget.

Eigenentwicklung: Bietet maximale Kontrolle, erfordert aber einen Entwicklungsaufwand, den niemand seriös pauschal beziffern kann: Er hängt an Ihrer bestehenden Infrastruktur, an der Zahl der Batterietypen und daran, wie viel Sie selbst bauen statt zu kaufen. Genau ausrechnen lassen sich dagegen die Bausteine, die in jedem Fall anfallen: Schema-Validierung, Signatur und Versionierung, dauerhaftes Hosting der Passseite und das Nachziehen bei jeder Regeländerung. Dazu kommen laufende Wartungskosten, Anpassungen bei Änderungen der Spezifikation und die Notwendigkeit, internes Know-how aufzubauen und zu halten.

SaaS-Tool: Monatliche Abo-Kosten, dafür sofortige Einsatzbereitschaft, typischerweise innerhalb weniger Tage statt Monate. Updates bei Änderungen der Spezifikation sind im Service enthalten, ebenso technischer Support. Für die meisten Unternehmen ist dies der wirtschaftlichste Weg, insbesondere in der Anfangsphase.

Die eigentliche Kostenfrage ist jedoch eine andere: Was kostet es, keinen gültigen Batteriepass zu haben? Ab Februar 2027 dürfen betroffene Batterien ohne Batteriepass nicht mehr in der EU in Verkehr gebracht werden. Der Verlust des Marktzugangs, potenzielle Bußgelder und der Reputationsschaden übersteigen die Investition in eine professionelle Lösung um ein Vielfaches.

Zugriff heisst nicht Teamrechte: die drei Ebenen der Verordnung

In Excel regelt man Zugriff über Dateifreigaben im eigenen Haus. Der Batteriepass kennt eine andere Einteilung, und sie steht in Anhang XIII. Nummer 1 listet die Angaben zum Batteriemodell, die öffentlich zugänglich sind, darunter stoffliche Zusammensetzung, CO₂-Angaben, Rezyklatgehalt und Bemessungskapazität. Die weiteren Nummern führen Angaben, die nur Personen mit einem berechtigtem Interesse und der Kommission offenstehen, etwa Demontage-Informationen und ausführliche Angaben zur Zusammensetzung. Dazu kommen die Marktüberwachungsbehörden, die im Kontrollfall zugreifen.

Für die Werkzeugauswahl heißt das: Eine Software, die nur zwischen „intern sichtbar“ und „veröffentlicht“ unterscheidet, bildet die Verordnung nicht ab. Sie brauchen die Feldebene, also je Datenpunkt die Entscheidung, wer ihn sieht. Was auf welcher Ebene liegt, führt der Beitrag zu den Zugriffsrechten im Batteriepass im Einzelnen aus.

Datenmitnahme: was beim Anbieterwechsel mitgeht

Der Umstieg von Excel ist der eine Wechsel, den Sie planen. Der zweite kommt vielleicht später, und dafür lohnt eine Frage vor der Auswahl: Kommen Sie jederzeit vollständig an Ihre Daten? Prüfen Sie drei Dinge konkret. Erstens, ob Sie den Datenbestand als strukturierte Datei herausbekommen, nicht nur als Bildschirmansicht. Zweitens, ob die Adresse hinter dem QR-Code Ihnen gehört; sonst wandern gedruckte Etiketten beim Wechsel ins Leere. Drittens, ob veröffentlichte Pässe erreichbar bleiben, solange die Batterien im Feld sind.

Zusammen sind das die drei Fragen, die über Lock-in entscheiden. Sie kosten nichts, wenn man sie vor der Entscheidung stellt, und sehr viel, wenn man sie danach stellt. Bei DPP Hero laufen die Passadressen über eine eigene Domain, wenn Sie das wünschen, und der Datenbestand lässt sich als Datei ausgeben.

Der Migrationsweg aus Excel, Schritt für Schritt

Der Umstieg scheitert selten am Werkzeug und oft an der Reihenfolge. Bewährt hat sich dieser Weg: Zuerst eine einzige Batterie von Hand vollständig anlegen, damit Sie sehen, welche Felder Ihre Tabelle gar nicht führt. Dann den Rest per CSV-Import laden, statt weiter abzutippen. Danach ein Serialisierungs-Testlauf mit einer kleinen Menge, damit Sie den Umgang mit Seriennummern in echter Stückzahl erleben.

Der vierte Schritt wird gern übersprungen und ist der wichtigste: Drucken Sie einen QR-Code auf ein reales Etikett und scannen Sie ihn mit einem gewöhnlichen Telefon, bei dem Licht und auf dem Untergrund, den Sie später verwenden. Erst danach die Sammelausgabe für die ganze Serie. Wer diese Probe erst kurz vor dem Serienstart macht, hat keine Zeit mehr, das Etikett zu ändern.

Zulieferer-Daten einsammeln, ohne Mailanhänge zu sortieren

Die Angaben zu Rezyklatanteilen, Materialzusammensetzung und Herkunft kommen selten aus dem eigenen Haus. In der Excel-Welt heißt das: Mails hin, Tabellen zurück, Versionen zusammenführen. Das ist die Stelle, an der die meiste Zeit verloren geht, und der häufigste Grund für Zahlen, deren Herkunft später niemand mehr belegen kann.

Eine Passsoftware sollte den Zulieferer deshalb direkt eintragen lassen, über einen Link zu genau dem Ausschnitt, den er beisteuert, ohne Konto und ohne Zugriff auf Ihre übrigen Daten. Bei DPP Hero ist das der Share-Link: ein Self-Service-Zugang genau für den Ausschnitt, den der Zulieferer beisteuert. Jede Abgabe darüber landet im Prüfprotokoll der Organisation, sie ist also später als Audit-Trail nachlesbar. Automatische Erinnerungen an Zulieferer gibt es dort heute nicht; das Nachfassen bleibt bei Ihnen. Was dabei zählt, ist nicht die Bequemlichkeit, sondern die Nachvollziehbarkeit: Wer hat welchen Wert wann eingetragen, und liegt die Antwort noch vor, wenn eine prüfende Stelle danach fragt.

Häufige Fragen

Kann ich meine bestehenden Excel-Daten importieren?

In der Regel ja. Professionelle Batteriepass-Software bietet Import-Funktionen für strukturierte Daten aus Tabellenkalkulationen. Allerdings erfordert der Import eine Zuordnung Ihrer bestehenden Spalten zu den Feldern der DIN SPEC 99100, und häufig eine Bereinigung und Formatanpassung der Daten. Je strukturierter und konsistenter Ihre bisherigen Tabellen aufgebaut sind, desto reibungsloser verläuft die Migration. DPP Hero unterstützt den Datenimport und hilft Ihnen bei der Zuordnung und Validierung.

Wie lange dauert der Umstieg?

Das hängt vom Reifegrad Ihrer bestehenden Daten ab. Wenn Sie bereits gut strukturierte Daten in Ihren Systemen haben, kann der erste vollständige Batteriepass innerhalb weniger Tage in einer SaaS-Lösung erstellt werden. Wenn die Daten erst gesammelt, bereinigt und ergänzt werden müssen (insbesondere Lieferkettendaten von Zulieferern), kann der gesamte Prozess mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Tool-Auswahl und -Einrichtung selbst ist typischerweise in ein bis zwei Tagen abgeschlossen.

Brauche ich IT-Kenntnisse für eine Batteriepass-Software?

Nein. Eine gute Batteriepass-Software ist so gestaltet, dass Fachabteilungen (Produktentwicklung, Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeit) die Daten ohne IT-Unterstützung eingeben können. Die geführte Dateneingabe in klar strukturierten Schritten, verständliche Feldbeschreibungen und automatische Validierung machen die Bedienung intuitiv. IT-Kenntnisse werden erst dann relevant, wenn Sie eine API-Integration mit Ihren bestehenden Systemen umsetzen möchten, und selbst dann bieten die meisten Anbieter Dokumentation und Support.

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